KI-Tools im Gemeindealltag — Rückblick auf den dritten Abend der GOTTDIGITAL KI-Werkstatt
Die Aufzeichnung steht Ihnen hier ebenfalls zur Verfügung.
ChatGPT kann viel. Aber nicht alles. Mit diesem Satz eröffnete Joachim Stängle den dritten Abend unserer KI-Werkstatt am 12. Mai. Über 35 Mitarbeitende aus Gemeinden, christlichen Werken und Non-Profits hatten in den ersten beiden Sessions Prompten gelernt und ihre erste Predigtideen mit KI erarbeitet. Diesen Faden hat Joachim Stängle aufgenommen: Wohin eigentlich mit den ganzen Prompts? In welches Tool? Und warum ausgerechnet dieses?
Der Einstieg war bewusst nicht das erste Tool, sondern drei DSGVO-Grundregeln: Keine Personendaten in kostenlose Tools. Gemeindeinterne Dokumente vor dem Hochladen anonymisieren. KI-Inhalte vor Veröffentlichung gegenlesen. Wer mit KI verantwortlich arbeiten will, fängt mit diesen drei Regeln an.
Statt einer Tool-Liste erzählte er eine Geschichte. Jana, Gemeindepädagogin, 60%-Stelle, plant den nächsten Gemeindeabend. Sechs Aufgaben aus ihrem Alltag – sechs Tools. Otter.ai bzw. Transkribr für die Sitzungsprotokolle, weil zwei Stunden Nachbereitung einfach zu viel sind. NotebookLM für drei Jahre Gemeindeberichte, weil sich NotebookLM an Fakten in Dokumenten hält. Claude für den Spendenbrief, weil Claude besser schreibt als die meisten Sekretariate. Canva für das Andachtsbild, weil viele es ohnehin schon nutzen und mit den KI-Funktionen hervorragende Fotos und Grafiken erstellt werden können. Gamma für Folien, weil zehn Minuten Stichworte schneller sind als drei Stunden PowerPoint. Opus Clip für Predigt-Mitschnitte, weil 45 Minuten Sonntagsgottesdienst auf Instagram niemand schaut – 90 Sekunden mit Untertiteln schon.
Joachim Stängle brachte den Abend in einem Satz auf den Punkt: „Das beste KI-Tool ist das, das du nutzt. Nicht alle sechs auf einmal. Eines davon. Diese Woche.“ Die meisten Leute scheitern nicht an der Auswahl, sondern am Anfangen.
Am Ende standen Breakouts. Die Teilnehmenden haben Spendenbriefe geschrieben und Andachtsbilder generiert mit Prompts, die im Workshop entstanden sind und im Handout stehen.
Wer den Abend verpasst hat: Das Handout mit allen sechs Tools und je zwei einsatzbereiten Prompts gibt es hier kostenfrei zum Download.

